Am Donnerstag warb unsere Bundeskanzlerin im Bundestag erneut für einen beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie. Der Ausbau der Stromnetze und der Zubau von Windkraftanlagen machen ihrer Meinung nach die Energiewende möglich. Was völlig richtig ist – im Gegenteil dazu warnte RWE-Chef Jürgen Großmann vor Industrieschwund in Deutschland. Erst warnte er vor Stromausfällen noch in diesem Herbst, aber Angela Merkel versicherte, dass es keine Blackouts geben wird. Falls es die Bundesnetzagentur für nötig halten wird, wird eines der schon abgeschalteten AKW als Reserve vorgehalten. Klar, dass sich der RWE-Chef nun ein anderes Horrorszenario ausdenken muss, vor dem er alle warnen muss, wenn seine AKW nicht mehr länger laufen dürfen.
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Am vergangenen Wochenende legte die Ethikkommission ihren Bericht für einen früheren Atomausstieg vor. Die Reaktionen und Meinungen sind ambivalent.
Die wichtigsten Punkte im neuen Energiekonzept sind:
1. Schrittweiser Verzicht auf Kernenergie bis 2022
2. Reduktion der CO2-Emissionen um 40 % bis 2020
3. Verdopplung des Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung von 17% auf 35%. Bis 2050: 80 bis 95 %
4. Transparenter Monitoring-Prozess mit jährlicher Prüfung
5. Neu: Netzausbaubeschleunigungsgesetz, um auch große Trassen, die mehrere Bundesländer überschreiten, schneller auszubauen
6. Neu: Planungsbeschleunigungsgesetz, um zu deutlich kürzeren Bau- und Planungszeiten zu kommen
7. Strompreiskompensationen durch Verbrauchsbegrenzung (von 10 auf 5 Gigawattstunden)
8. Die sieben ältesten Kernkraftwerke plus Krümmel gehen nicht mehr ans Netz
9. Ertüchtigung der bestehenden Windkraftanlagen (Repowering) um mehr Akzeptanz für Windkraftanlagen an Land zu schaffen (weniger, aber effizientere Anlagen)
10. Bürokratische Erleichterung beim Ausbau der Offshore-Windkraft
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Die Bundesregierung befindet sich mitten in der Rolle rückwärts beim geplanten Ausstieg aus der Atomenergie. Die künftige Energieversorgung soll auf den erneuerbaren Energien beruhen und die Windenergie hat dabei als treibender Motor der Energiewende eine besondere Verantwortung. Leider sind genau da, wo man am Schnellsten und ohne großen Leitungsausbau Windenergie aufbauen könnte, keine diesbezüglichen Anreize über das EEG geplant. Besonders für die wichtigste und kostengünstigste Energiequelle – die Onshore-Windenergie – sind Kürzungen und Streichungen geplant.
Daher rufen wir Sie auf, sich mit uns und für uns Gehör zu verschaffen!
Am 28. Mai 2011 findet in Berlin eine umfassende Anti-Atomkraft-Demonstration statt und wir werden uns beteiligen. Kommen auch Sie und zeigen, dass Sie mit den geplanten Maßnahmen für die gesamte Onshore-Windenergie nicht einverstanden sind.
Weitere Informationen zu der Demonstration finden Sie unter
http://anti-atom-demo.de/start/ablauf/berlin/
Am 28.4.2011 wurde im ARD-Magazin Panorama ein Beitrag mit dem Titel: “Das schmutzige Geheimnis sauberer Windräder” gesendet. Nach diesem Beitrag habe ich mich zugegebener Maßen erstmals mit dem Thema “Neodym” auseinander gesetzt. Das Erstaunliche, was mich bei der Recherche überraschte, war nicht, dass ausschließlich die Windenergieanlagen dieses Metall “seltene Erde” nutzen. Es wird in so selbstverständlichen Dingen wie Festplatten, Lautsprechern, Kernspintomographen und den derzeit ebenfalls massiv in der Diskussion stehenden Elektrofahrzeugen genutzt.
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