Am Donnerstag warb unsere Bundeskanzlerin im Bundestag erneut für einen beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie. Der Ausbau der Stromnetze und der Zubau von Windkraftanlagen machen ihrer Meinung nach die Energiewende möglich. Was völlig richtig ist – im Gegenteil dazu warnte RWE-Chef Jürgen Großmann vor Industrieschwund in Deutschland. Erst warnte er vor Stromausfällen noch in diesem Herbst, aber Angela Merkel versicherte, dass es keine Blackouts geben wird. Falls es die Bundesnetzagentur für nötig halten wird, wird eines der schon abgeschalteten AKW als Reserve vorgehalten. Klar, dass sich der RWE-Chef nun ein anderes Horrorszenario ausdenken muss, vor dem er alle warnen muss, wenn seine AKW nicht mehr länger laufen dürfen.
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Japans Premier Naoto Kan verkündete am 10.05.2011, dass Japans Energiepolitik nun von Grund auf überarbeitet werden soll. Ursprünglich war geplant, den Anteil der Atomenergie bis 2030 um 50 % zu erhöhen. Dieser Plan hat sich nun nach der Katastrophe und den Folgen für Fukushima geändert.
Der Premier meinte, dass sie sich jetzt “bemühen, erneuerbare Energien voranzubringen”. Hoffentlich reicht diese “Bemühung” aus. Sie hinken den USA und Europa auf dem Feld der nuklearen Sicherheit und der erneuerbare Energien hinterher.
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Was wir bisher über die Lage in Fukushima wissen:
In Fukushima ist Plutonium im Boden gefunden worden: das deutet auf Freisetzung von strahlendem Material aus zerstörten Reaktoren hin
Mindestens in einem Reaktor ist der Kern geschmolzen
Die Kühlung der Reaktoren von aussen ist nach wie vor wenig erfolgsversprechend, weil das Wasser nicht zum Kern vordringt
Die Kühlung der Reaktoren mit Meerwasser hat, wie zu erwarten war, zu einer Verkrustung mit Salz geführt, welche die Kühlung zusätzlich erschwert
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Nach den tragischen Ereignissen in Japan, bei denen durch das Erdbeben und den anschließenden Tsunami nicht nur sehr viele Menschen ums Leben kamen, sondern auch noch das Atomkraftwerk in Fukushima außer Kontrolle geraten ist, haben sich auch in Deutschland die Rahmenbedingungen bzgl. der Nutzung von Kernenergie weiter geändert. Die zunehmende Ablehnung der Atomkraft weltweit und vor allem in Deutschland könnte der Windenergiebranche einen Umsatzschub bescheren. Davon ist jedenfalls der Präsident des Bundesverbandes Windenergie (BWE), Hermann Albers, überzeugt. „Die Zukunftsaussichten für die Branche sind gut. In Deutschland müssen wir jetzt rasch mit dem Ausbau der Windenergie beginnen“, sagte Albers.
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