Am Donnerstag warb unsere Bundeskanzlerin im Bundestag erneut für einen beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie. Der Ausbau der Stromnetze und der Zubau von Windkraftanlagen machen ihrer Meinung nach die Energiewende möglich. Was völlig richtig ist – im Gegenteil dazu warnte RWE-Chef Jürgen Großmann vor Industrieschwund in Deutschland. Erst warnte er vor Stromausfällen noch in diesem Herbst, aber Angela Merkel versicherte, dass es keine Blackouts geben wird. Falls es die Bundesnetzagentur für nötig halten wird, wird eines der schon abgeschalteten AKW als Reserve vorgehalten. Klar, dass sich der RWE-Chef nun ein anderes Horrorszenario ausdenken muss, vor dem er alle warnen muss, wenn seine AKW nicht mehr länger laufen dürfen.
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In den letzten Tagen positionieren sich die Befürworter der erneuerbaren Energien und die großen Stromerzeuger zum vorzeitigen Atomausstieg. Während den Befürwortern der Atomausstieg nicht schnell genug gehen kann, fürchten die die Atomkraftwerksbetreiber um ihre, durch die Laufzeitverlängerung „geschenkten“ Gewinne.
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was in Japan passiert ist und immer noch passiert verunsichert und bewegt die ganze Welt. In den vergangenen Tagen haben sich viele unserer Kunden mit Fragen zu diesem Thema an uns gewandt. Aus diesem Anlass möchten wir Ihre Fragen rund um Atomenergie und Erneuerbare Energien gern aus fachlicher Sicht beantworten. Jörg Müller, Vorstandsvorsitzender der ENERTRAG AG, studierte einst Kernenergie und betreibt seit 19 Jahren Windenergieanlagen.
Morgen, am 18.03.2011, zwischen 15:00 und 17:00 Uhr steht Ihnen Jörg Müller persönlich im Live-Chat zur Verfügung.
In zwei Artikeln zum Thema stellen wir Fragen, die Jörg Müller beantwortet. Durch die „Kommentar schreiben-Funktion“ können Sie selbst Ihre Fragen stellen oder einfach mitdebattieren.
Die Artikel werden am 18.03.2011 ab 12 Uhr bereits online sein.

Ich möchte zu den beunruhigenden Ereignissen in Japan Stellung nehmen , welche auch für unsere Arbeit Folgen haben werden:
Infolge des schweren Erdbebens in Japan sind eine Reihe von Kernkraftwerken schwer beschädigt worden. In den Blöcken 1 und 3 im KKW Fukushima sind durch vollständigen Ausfall der Kühlung (wegen Netzausfall und kurz darauf Überflutung der Notstromgeneratoren) die Hüllen der Brennstäbe innerhalb des Reaktors teilweise zerstört worden. Wegen der großen Hitze wurde das Wasser im Reaktor an dem Zirkonium der Brennstäbe chemisch reduziert – es entstanden große Mengen an Wasserstoff, die im Block 1 und vor wenigen Stunden auch im Block 3 zu einer Explosion und infolge zur Zerstörung des oberen Teils des Reaktorgebäudes führten (=secondary containment)
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