Frage 1: Was passiert oder ist genau passiert in Fukushima?
Antwort (Jörg Müller):
Nach dem schweren Erdbeben am 11. März 2011 wurde das Kraftwerk automatisch abgeschaltet. Zu diesem Zeitpunkt waren die Blöcke 1, 2 und 3 in Betrieb und die Blöcke 4, 5 und 6 wegen Wartungsarbeiten heruntergefahren. Der Betreiber TEPCO berichtete, dass die Notstromdieselaggregate starteten, jedoch nach einer Stunde infolge des Tsunamis ausfielen, so dass für alle Blöcke keine ausreichende Kühlung mehr gewährleistet war. Die Nachzerfallswärme konnte damit nicht mehr abgeführt werden (der Tsunami erreichte lt. Wikipedia eine Höhe von etwa sieben Metern, wogegen das Kraftwerk nur auf Flutwellen bis zu einer Höhe von 6,51 Metern vorbereitet war).
Das hatte zur Folge, dass der Wasserstand durch Verdampfung absank und die Reaktorbrennstäbe immer weniger von Wasser umgeben und damit ohne Kühlung waren – wodurch sie sich stark erhitzten. Durch die großen Dampfmengen stieg der Druck im Reaktor schnell an. Um den Druck zu senken und einem Platzen des Reaktors vorzubeugen, wurde aus dem Reaktor Dampf abgelassen, welcher bereits mit Radionukliden (unter anderem 137Cs und 131I) kontaminiert war.
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Frage 1: Kann auch ohne AKWs die Stromversorgung in Deutschland sicher gestellt werden?
Antwort (Jörg Müller):
Ja, wir können die Energieversorgung auch ohne Kernkraft sicherstellen.
Dafür benötigen wir 10 bis 20 Jahre – je nach Investitionsbereitschaft und vor allem je nach Akzeptanz für Windenergie – denn nur Windkraft ist einfach, preiswert und schnell genug errichtbar, um die Kernenergie abzulösen.
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Ich möchte zu den beunruhigenden Ereignissen in Japan Stellung nehmen , welche auch für unsere Arbeit Folgen haben werden:
Infolge des schweren Erdbebens in Japan sind eine Reihe von Kernkraftwerken schwer beschädigt worden. In den Blöcken 1 und 3 im KKW Fukushima sind durch vollständigen Ausfall der Kühlung (wegen Netzausfall und kurz darauf Überflutung der Notstromgeneratoren) die Hüllen der Brennstäbe innerhalb des Reaktors teilweise zerstört worden. Wegen der großen Hitze wurde das Wasser im Reaktor an dem Zirkonium der Brennstäbe chemisch reduziert – es entstanden große Mengen an Wasserstoff, die im Block 1 und vor wenigen Stunden auch im Block 3 zu einer Explosion und infolge zur Zerstörung des oberen Teils des Reaktorgebäudes führten (=secondary containment)
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Als Ende Herbst 1992 das erste Fundament für eine Micon M750 mit 250 kW (Jahresertrag 0,45 Mio. Kilowattstunden) im Windfeld Uckermark gegossen wurde, welche dann am 2.7.1993 errichtet wurde, gab es bereits die ersten Pläne für den vollständigen Ausbau des Windfeldes Uckermark – allerdings noch mit Anlagen bis zu 500 kW Leistungsfähigkeit bei 40 Metern Rotordurchmesser und 1 Mio. kWh Jahresproduktion. Als dann 1994 die ersten 500-kW-Anlagen auf 40 Meter hohen Türmen ans Netz gingen, trafen wir Ingenieure uns am Turmfuß – und nicht wenige meinten, daß wäre das Beste, was die Windkraft auf absehbare Zeit hervorbringen könne.
Nur vier Jahre später begann der Bau der ersten Anlage mit einem einhundert Meter hohen Turm, 1.500 kW Leistung, 66 Metern Rotordurchmesser und einer Jahresproduktion von über 3 Mio. Kilowattstunden… so kann man sich irren.
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