Die Bundesregierung hat festgelegt, dass die großen Industrieunternehmen nicht wegen der Energiewende höhere Kosten haben sollen, daher werden sie durch die seit August geltende neue Stromnetzentgeltverordnung fast komplett von den Netzkosten befreit. Die Regelung gilt nicht nur ab dem nächsten Jahr, sondern auch noch rückwirkend für das Jahr 2011.
Unternehmen, die mindestens 7000 Stunden am Netz hängen und dabei einen Verbrauch von mehr als zehn Millionen Kilowattstunden Strom haben, sind von den Stromkosten komplett befreit. Ab einem Verbrauch von 100.000 Kilowattstunden pro Jahr sinken die Kosten deutlich.
Der Bund der Energieverbraucher schätzt, dass die Mehrbelastung für den einfachen Verbraucher dadurch um rund eine Milliarde steigt, bei einem Verbrauch von 3500 – 4000 Kilowattstunden sind dies ca. 40 Euro mehr im Jahr.
Im Vergleich fallen die Mehrkosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien kaum ins Gewicht. Sie liegen bei zwei bis 2,50 Euro pro Jahr und Haushalt. Mehr zum Thema Strompreissteigerung finden sie auf der Homepage der ENERTRAG AG.
Verbraucherschützer Holger Krawinkel hat zu der Umlegung der Netzkosten eine klare Meinung: „Die Industrie massiv zu entlasten und allein die Kleinverbraucher die Zeche zahlen zu lassen, ist eine Dreistigkeit, die bisher ohne Beispiel ist.“
Wer nicht informiert ist, könnte schnell falsche Schlüsse ziehen und den Umstieg auf die erneuerbaren Energien für die Strompreiserhöhung verantwortlich machen.



Das kann auch wirklich nicht sein. Einige Energieversorger haben ja auch schon Klage eingereicht. Siehe hier: http://www.verivox.de/nachrichten/energieversorger-pruefen-klage-gegen-neue-netzumlage-82238.aspx
Das ist ja unglaublich und total unfair! Das kann doch langfristig keine Lösung sein!!! Gerade die Unternehmen, die am meisten Strom verbrauchen, haben auch das größe Einsparpotenzial. Wenn die Unternehmen aber nicht von den höheren Srompreisen betroffen sind, bewegen die sich doch überhaupt nicht in Richtung Energieeffizienz!