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Mai 2011

Verschlechtern “seltene Erden” die Umweltbilanz der Windenergie?

Am 28.4.2011 wurde im ARD-Magazin Panorama ein Beitrag mit dem Titel: “Das schmutzige Geheimnis sauberer Windräder” gesendet. Nach diesem Beitrag habe ich mich zugegebener Maßen erstmals mit dem Thema “Neodym” auseinander gesetzt. Das Erstaunliche, was mich bei der Recherche überraschte, war nicht, dass ausschließlich die Windenergieanlagen dieses Metall “seltene Erde” nutzen. Es wird in so selbstverständlichen Dingen wie Festplatten, Lautsprechern, Kernspintomographen und den derzeit ebenfalls massiv in der Diskussion stehenden Elektrofahrzeugen genutzt.

Im Nachhinein frage ich mich ernstaft, was wollte man mit diesem Beitrag bezwecken?
1. Stimmungmachen gegen Windenergie?
2. Das Thema “seltene Erde” mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken?
3. Die Umweltbelastungen, welche durch unser alltägliches hochtechnisches Leben entstehen, mehr hervorheben?

Im ersten Moment wohl 2. und 3., aber die Art und Weise wie der Beitrag aufgebaut wurde, lässt mich zu dem Schluss kommen, dass es um Stimmungmachen gegen Windenergie ging.

Das Thema “seltene Erde” mehr in das Bewusstsein der Menschen zu bringen ist m.E. der richtige Weg, aber mit solch einem einseitigen Artikel sollte man dies nicht tun. Wenn man die Diskussionen mit unseren Kunden oder auch im Panormablog verfolgt, sieht man, dass sich viele Menschen mehr und detailiertere Informationen gewünscht hätten.

Es steht außer Frage, dass beim Abbau der “seltenden Erden”, welche derzeit nahezu ausschließlich aus China kommen, es häufig zu Umweltverschmutzungen und Belastungen für die Bevölkerung kommt. Wie kann sich der Einzelne einsetzen, um diese Probleme zu minimieren oder zu verhindern? Wahrscheinlich mit einem bewussteren Komsumverhalten. Ist es z.B. notwendig, alle 2 Jahre ein neues Handy zu kaufen? Muss es immer die neueste Technik sein oder reicht der Fernseher nach 5 Jahren noch, um bewegte Bilder klar und deutlich zu sehen.

Welche Meinung haben Sie zu diesem Thema, lassen Sie uns gern diskutieren!

Kategorie: Allgemein, Technologie und Innovationen, Umweltschutz, Web-Funde

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7 Kommentare

  1. Hallo Herr Schulz,

    wir haben nunmehr eine ausführliche Stellungnahme von Vestas und eine kurze Rückmeldung von Kenersys vorliegen.

    Wenn Sie uns Ihre E-Mailadresse an invest@enertrag.com mitteilen, werden wir Ihnen die Unterlagen gern zukommen lassen. Ihre E-Mailadresse wird selbstverständlich nicht dauerhaft gespeichert.

    Freundliche Grüße aus der Uckermark
    Marcel Mantei

  2. Schulz sagt:

    Da gibts immernoch kein Update?

  3. Marcel M. sagt:

    Hallo Recycling,

    meine Kollegen habe die Anfrage weitergeleitet, eine Antwort steht aber noch aus.

    Wir bleiben dran!

    Grüße aus der Uckermark
    Marcel Mantei
    ENERTRAG EnergieInvest

  4. Recycling sagt:

    Ich habe grade gesehen das die E-126 (welt großtes Windrad http://de.wikipedia.org/wiki/Enercon#E-126_.2F_6_.287.2C5.29_MW) KEIN Neodym verwendet. Hier wird auf ein fremderregten Ringgenerator gesetzt.
    http://www.unendlich-viel-energie.de/de/windenergie/detailansicht/article/12/enercon-anlagen-erzeugen-ohne-neodym-sauberen-strom.html

    Es gibt also gute Alternativen ohne auszukommen wie Enercon zeigt. In anderen Anlagen müssten 1-2 Tonnen Neodym pro Generator zu finden sein. Auf genaue Zahlen bin ich gespannt…

  5. Marcel Mantei sagt:

    @Recycling

    da ich derzeit auch nicht genau weiß um welche Mengen es sich handelt, habe ich das Thema intern an meine Kollegen weitergegeben und hoffe auf baldige Rückmeldung bzgl. der Masseangaben

    Gruß
    Marcel Mantei

  6. Recycling sagt:

    Wie wäre eine Garantie das das in Windrädern eingesetzte Neodym zu 100% recycelt wird?
    Bei der eingesetzten Legierung (Nd₂Fe₁₄B) dürften mind. ¹/₁₀ reines Neodym sein (natürlich nur bei den Magneten im Generator). Der Generator einer E-126 wiegt 220t selbst wenn man annimmt das die Magneten nur ⅕ des Gewichtes ausmachen (mir liegen hier keine Zahlen vor) dann würde pro Windrad ca. 5 Tonnen reines Neodym verwendet. Windräder dürften im Vergleich die größten Anhäufungen des seltenen erden metalls darstellen, daher würden Sie sich auch gut nutzen lassen um ein Zeichen zu setzen.

  7. Uran sagt:

    Der Beitrag ist wirklich einseitig. Die Gewinnung von Uran ist natürlich vollkommen problemlos und birgt keinerlei Risiken für die Menschen vor Ort –

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